Spannende Duelle, überraschende Ergebnisse – aber leider auch eine traurig geringe Teilnehmerzahl prägten die diesjährige Wiener KO-Landesmeisterschaft in Baumgarten. Sportlich hatte der Bewerb dafür einiges zu bieten: Bei den Herren verabschiedete sich der amtierende Landesmeister Patrick Schleich bereits früh aus dem Titelrennen, während sich Ernst Binderhofer nach 2021 zum zweiten Mal zum Wiener KO-Landesmeister kürte. Für die große Sensation sorgte jedoch Christine Schön bei den Damen: Sie eliminierte zunächst die amtierende KO-Staatsmeisterin und bezwang im Finale auch ihre stark favorisierte Mannschaftskollegin Johanna „Hanni“ Knotzer vom Post SV Wien.
Bei den
Herren entwickelte sich nach dem frühen Ausscheiden von Patrick Schleich ein offener Bewerb. Ernst Binderhofer (MGC Hole in One) spielte sich souverän durch den Raster und traf im Finale auf Danilo Pavsic (Wiener ASVÖ Team 21). Mit einem klaren 6:4 sicherte sich Ernst schließlich den Titel und konnte damit seinen Erfolg aus dem Jahr 2021 wiederholen. Platz drei ging an Erwin Frivert, der sich im kleinen Finale mit 7:4 gegen Roland Hawel durchsetzte.
Bei den Damen gab es eine echte Sensation. Christine Schön (Post SV Wien) war an diesem Tag die Favoritinnenschreckin schlechthin. Bereits in der ersten Runde schaltete sie die amtierende KO-Staatsmeisterin Victoria Schleich aus. Im Finale wartete mit ihrer Po
st-SV-Mannschaftskollegin Hanni Knotzer die nächste klare Favoritin. Doch auch davon ließ sich Christine nicht beeindrucken und holte sich mit einem 6:3-Erfolg den Wiener KO-Landesmeistertitel. Den dritten Platz sicherte sich Angelika Heyl.
Auch für die früh Ausgeschiedenen war der Turniertag noch nicht beendet. In den Trostbewerben gingen die Siege an Kurt Leander (MGC Hole in One) bei den Herren und Viki Schleich (MGC Blau-Weiß) bei den Damen.
So bot die KO-Landesmeisterschaft trotz des kleinen Teilnehmerfeldes genau das, was dieses Format so reizvoll macht: direkte Duelle, Favoritenstürze und Entscheidungen, die sich kaum vorhersagen lassen. Zu wünschen wäre lediglich, dass sich im kommenden Jahr wieder deutlich mehr Wiener Minigolferinnen und Minigolfer für diesen attraktiven Bewerb begeistern können.